Was steckt in der Idee vom BestPiano?

Praeludio - Die Klavierstimmerei

Erlauben Sie mir, dass ich mich Ihnen vorstelle: Mein Name ist Matthias Meiners. Als gelernter Cembalo- und Klavierbauer bin ich seit 1979 selbtständig. Nach 10 Jahren eines höchst intensiven Trainings im Klavierservice unter industriellen Bedingungen baute ich in Bayern die überregionale Klavierstimmerei Praeludio® auf. Meine Erfahrungen spiegeln sich in der Vielzahl und Tiefe meiner Homepages, über die ich nicht nur meine Kunden sondern alle am Klavierspiel Interessierten völlig transparent zu Wissenden mache.

In den letzten 3-5 Jahren hat es so viele höchst wertvolle Entwicklungen rund um das Piano gegeben, dass ich auf die Idee kam, ein Klavier zu beschreiben, das möglichst viele dieser Aspekte integriert. Daher heißt diese Homepage BestPiano. Auf dieser Seite erzähle ich Ihnen von meiner Vision eines zeitgemäßen Musikwerkzeugs. Eine Vision konkretisiert die Zukunft. Die hier beschriebene Zukunft ist bereits greifbar, denn sie besteht lediglich in dem Mut, die bereits vorhandenen Elemente in einem BestPiano zusammenzuführen.

Auf dem Weg von der Vision in die Wirklichkeit wäre direkt nach meiner Beschreibung ein Klavierkonfigurator wünschenswert, an dem Sie sich Ihr BestPiano zusammenstellen können. Vom Ergebnis Ihrer Auswahl sicherlich begeistert, wollen Sie nun Ihr Wunschpiano bestellen. Dafür bräuchten wir ein flexibles Unternehmen, das unser individuelles und im besten Fall einzigartiges BestPiano produziert. Tatsächlich gibt es dieses Unternehmen. Aber es weiß bislang noch nichts davon. Wir werden diesen Edelstein gemeinsam Punkt für Punkt herauskristallisieren. Seien Sie gespannt! Was also ist der aktuelle Stand der Technik beim Piano?

Der aktuelle Stand der Technik (Juli 2017) vereint Tradition und Zukunft für die Nutzung des maßgeschneiderten Pianos in der Gegenwart. Mein BestPiano ist ein Hybridpiano, das sowohl akustische Klänge als auch digitale Sounds und somit auch die neue Kategorie der Hybridsounds kann. Außerdem wünsche ich mir mein Piano als einen musikalischen Kreativspielplatz, an dem ich eine musikalische Idee einspielen, aufzeichnen und bearbeiten oder zum Beispiel in so genannten Loops (Schleifen) darüber variieren im Sinne von damit spielen kann. Letztendlich soll das BestPiano als Musikwerkzeug meinen Gefühlen umfassende Ausdrucksmöglichkeiten bei einer gleichzeitig komplexen Spielweise bieten. Lassen Sie uns auf die folgenden Details näher eingehen:

Platzbedarf

Upright Piano

Ein Flügel ist beeindruckend. Aber er ist für einen Transport unglaublich schwer und er braucht viel Platz. Mein BestPiano soll nicht weniger beeindrucken, im Fall eines Transports wesentlich leichter und gleichzeitig Platz sparend angelegt sein. Also brauchen wir ein aufrecht stehendes Klavier möglichst in Leichtbauweise.

Aufrechte Klaviere gibt es ja viele zum Kaufen. Gibt es eine Empfehlung im Zusammenhang mit dem BestPiano? Ja, vor allem im Zusammenhang mit der Leichtbauweise drängt sich förmlich das Una-Corda-Piano auf, denn die Idee eines Klaviers mit nur einer Saite pro Ton wurde wesentlich von dem Wunsch des Pianisten Nils Frahm beeinflusst, der sich ein leicht transportables Piano wünschte. Das Una-Corda-Piano wird von David Klavins gebaut. Hier finden alle Informationen, unter anderem die Preise.

Selber stimmbar

Praktikum Selberstimmen

Ich soll mein Klavier selber stimmen? Ja, das können Sie bei der Klavierstimmerei Praeludio in einem Praktikum Selberstimmen lernen. Das Selberstimmen lässt sich langfristig kaum vermeiden, da die Klavierstimmer aussterben, und der verbleibende Service qualitativ schlechter wird, da die meisten Stimmer Anhängsel eines Händlers sind, und daher den Auftrag haben, alte Klaviere auszusortieren, Reparaturen und im Idealfall gleich ein neues Klavier zu verkaufen. Wer also nicht jährlich ein neues Klavier kaufen möchte, stimmt sein Piano lieber selbst.

Um dem Trend des aussterbenden Klavierservice mit einer weiteren Maßnahme konstruktiv entgegen zu wirken, sollte das BestPiano ohne allzu großen Aufwand vom Spieler selber stimmbar sein. Das wäre der Fall bei der immer noch neuen Idee eines Una Corda Pianos, das lediglich eine Saite pro Ton besitzt. Im Vergleich zum Normalpiano spart man sich beim Stimmen bei gleichem Tonumfang von 88 Tönen rund 150 Saiten! Das ergibt insgesamt weitaus mehr Effizienz als ein technisch aufwendiges sich selbst stimmendes Klavier.

Kann man das Praktikum Selberstimmen schon buchen? Ja, unter www.selberstimmen.de finden Sie alle Informationen.

Kann man das Una Corda Piano schon kaufen? Jein. Es gibt immer mal wieder Mini-Serien und damit verbunden auch Sonderangebote. Aktuell (Sommer 2017) wird eine Klavierproduktion in Ungarn aufgebaut. Aber das Ziel ist zumindest bislang nicht die Serienproduktion, sondern die erwähnten Mini-Serien oder Unikate. Hier finden Sie alle Informationen über das Una-Corda-Piano direkt vom Hersteller David Klavins.

Lautstärke: Zu Hause zur Uhrzeit passend

Una Corda Piano

Unser BestPiano soll zu Hause über eine verträgliche Lautstärke verfügen, ohne klangliche Einbußen oder qualitative Verluste bei der Spielart in Kauf nehmen zu müssen. Das ist bei den soeben beschriebenen Una Corda Pianos der Fall, da diese Instrumente ja nur eine Saite pro Ton besitzen. Mh, aber ist das dann nicht bereits ein Verlust an Klang, wenn einem weniger Saiten und somit weniger Klangmedium zur Verfügung stehen? Nein, das Gegenteil ist der Fall. Denn ein Ton zeichnet sich ja durch eine bestimmte Tonhöhe, also durch eine bestimmte Frequenz aus. Ist das der Fall, wird der Ton von unserem Hörzentrum schnell erkannt und auch Intervalle können ohne großen Rechenaufwand zugeordnet werden. Beim Normalpiano mit meist 3 Saiten bzw. 2 Saiten pro Ton ist das schon nicht mehr so einfach, denn diese 2 bzw. 3 Saiten sollten theoretisch identisch gestimmt sein, um einen sauberen Ton pro Taste zu erhalten. Doch das ist in der Realität z.B. wegen dem in Deutschland bislang meist verwendeten Saitenmaterial nicht möglich. Die Einzelsaiten sind in sich unrein, beinhalten also Nebenschwebungen, die man durch Stimmen nicht auflösen kann. Das heißt, der Ton enthält in der Regel einen mehr oder weniger großen Fehler. Diese Fehlerquelle ist beim Una Corda Piano ausgeschlossen! Der Ton ist sauber - vorausgesetzt wir verwenden das bessere Saitenmaterial der so genannten Pure Sound Saiten.

Kann man das Una Corda Piano schon kaufen? Man kann es bestellen und Sonderangebote nutzen. Der Preis ist nicht darauf ausgerichtet, eine Massenproduktion auszulösen. Der Erfinder und bislang einzige Hersteller will vermutlich kein finanzielles Risiko eingehen. An der Situation ändert sich vermutlich erst etwas, wenn ein anderer Hersteller das Projekt für interessant hält, um damit in den Massenmarkt einzusteigen.

Event-Lautstärke

Stereo-Piano

Das BestPiano sollte in der Lautstärke möglichst akustisch flexibel anpassbar sein, so dass es in seinen Einsatzmöglichkeiten nicht bereits von Anfang an beschränkt ist. Wie soll denn das gehen? Da verlangt man doch regelrechte Zauberei? Nein, lediglich den Einsatz von Technik, wobei diese Technik fast schon kalter Kaffee ist, denn es handelt sich um Tonabnehmer unter den Saiten, die den Zauber möglich machen. Die Schwingungen der Saiten werden von den Tonabnehmern erfasst und können über Lautsprecher und/oder Transducer auf dem Resonanzboden abgestrahlt werden. Der Klavierbauer Ferdinand Manthey hatte mal so ein Stereo-Piano in der Produktion. Er verzichtete zu Gunsten der Tonabnehmer vollständig auf einen Resonanzboden. Diese alternative Lösung schlage ich nicht vor. Denn wir wollen beide Klangquellen parallel nutzen können. Auf jeden Fall kann der Ton als Input über Tonabnehmer und Lautsprecher je nach der Leistung des Lautsprechers stufenlos in der Lautstärke an die Erfordernisse angepasst werden - und man bleibt klanglich auf dem Ausgangsniveau. Der Vorteil der integrierten Technik via Tonabnehmer besteht darin, dass man den Ton nicht mittels externer Mikrofone aufzeichnen muss.

In dem folgenden Hörbeispiel eines Stereo-Pianos von Ferdinand Manthey ist die Ausstattung mit Lautsprechern bescheiden. Daher reißt einen der Klang nicht gleich vom Stuhl.

Gibt es das Una Corda Piano mit Tonabnehmern? Zumindest gab es das schon einmal und auch Nils Frahm spricht in dem Video davon. Ja, und tatsächlich wird das Una-Corda-Piano mit Tonabnehmern auf der Homepage von David Klavins auf der Seite zum klavins-piano.com/unacorda_en.htm etwas weiter unten angeboten!

Flüster-Leise

Dynamikspektrum

Unser BestPiano sollte die Lautstärke absolut flexibel beherrschen - also nicht nur laut und lauter, sondern umgekehrt auch leise bis hin zu ganz leise oder sogar bis zum Einsatz mittels Kopfhörern. Flexible Lautstärke bis hin zu ganz leise erfordert, dass man den akustischen Klang ab einer bestimmten Stufe abschaltet. Diese Aufgabe löste man bislang so, dass man die Hämmer an einem Punkt kurz vor den Saiten stoppt. Die dafür verwendete Stopperleiste hat weiter keine Funktion, als den Kontakt zwischen Hammer und Saite zu verhindern. Aber genau diese Schnittstelle ist ein wesentliches Element des Klavierspiels. Man sollte also nach Lösungen suchen, um diese Schnittstelle trotz Stummschaltung des akustischen Klangkörpers zur Erzeugung von variablen digitalen Tönen und Klängen zu erhalten. Moment mal, nun haben wir durch eine Forderung gleich zwei Problemthemen: Zum einen sollen wir den akustischen Klangkörper stumm schalten, obwohl die Hämmer weiter gegen die Saiten schlagen. Und zum anderen wollen wir auch noch diesen Anschlagsmoment auf dem akustischen Klangkörper für die Generierung von digitalen Tönen und Klängen nutzen, was ja völliges Neuland ist. Wie soll das gelingen? Zum einen gelingt die Erzeugung von digitalen Elementen indem man die Klavierhämmer selbst mittels Sensoren zu einem digitalen Datenerfassungsinstrument verwandelt. Zum anderen muss man mittels Dämpfern die Saiten stumm schalten, die zusätzlich und somit an einer anderen Stelle als die normalen Dämpfer ansetzen. Das könnte z.B. auf der Höhe des Steges sein, da man dort mit keiner anderen Mechanik in räumliche Konflikte kommt. Wenn man das Akustikpiano derart funktionell stumm schaltet, kann man mit digitalen Samples spielen, den Klang über Transducer und Lautsprecher abstrahlen und nun stufenlos nach unten regulieren.

Gibt es das Piano mit der Flüster-Leise-Option zu kaufen? Jein. Das TransAcoustic-Piano hat zwar Transducer und damit auch diese Option, die Lautstärke stufenlos nach unten zu regulieren, aber der Preis ist für die restlichen Leistungen zu hoch. Daher bleibt nur die Alternative, das bereits vorhandene Akustikpiano entsprechend in seinen Möglichkeiten zu erweitern.

Über Qualität entscheiden unsere Sinne

Hybrid-Klavier

Das BestPiano soll akustisch wie digital die gleichen Qualitätsmerkmale aufweisen. Das heißt konkret, der Klang soll ebenso wie die Spielart unsere Sinne auf gleichem Niveau ansprechen wie beim bislang bekannten Spiel auf dem Akustikpiano. Hinsichtlich des Klangs gelingt das durch Einsatz von Transducern auf einem Resonanzboden und Lautsprechern für den digitalen Klang und die Verwendung hochwertiger Samples vom Originalklang des eigenen BestPianos sowie beliebiger Sound-Bibliotheken mittels einer Digital Audio Workstation. Die Spielart bleibt qualitativ gleichwertig, wenn man das Kunststück fertig bringt, Sensoren in den Hammerkopf zu integrieren. Die spezialisierten Sensoren in den Hammerköpfen unterhalb der Filzschicht messen die Anschlagsintensität auf den Saiten als das wesentliche Detail für die Ausgabe von digitalen Audio-Daten, wenn die Saiten wie soeben beschrieben funktionell und somit ohne Qualitätsverluste stumm geschaltet worden sind, und nun der digitale Klang alleine ertönt, oder im Fall von Hybridklängen der digitale Sound gleichwertig zum gleichzeitig erklingenden akustischen Klang ausgegeben wird. Die für die Schnittstelle zwischen Instrument und Computer zuständige Messung (MIDI) erfolgt somit nicht mehr wie bislang üblich unter der Taste oder am Hammerstil, sondern genauso wie beim Original im Akustikpiano aufgrund der gemessenen Intensität der flexiblen Oberfläche des Klavierhammers im Moment des Auftreffens auf dem Klangmedium. Damit wurde unser BestPiano zu einem vollwertigen MIDI-Masterkeyboard, das aufmerksame Leser meiner Homepages bereits als Luxus-Einspiel-Keyboard kennen gelernt haben.

Wenn also selbst bei digital erzeugten Klängen Authenzität gewahrt bleibt, und dann auch noch Hybrid-Sounds erklingen - dann ist die Spitze des Möglichen erreicht. Hören Sie selbst!

Kann man schon ein Hybridklavier kaufen, das Hybridsounds kann? Bislang nur das Modell TransAcoustic-Piano aus Japan, das aber wegen seiner geringen digitalen Leistungsmöglichkeiten nicht empfehlenswert ist. Sinnvoller und kostengünstiger ist in diesem Fall der Selbst-Umbau des bereits vorhandenen Akustikpianos.

Ausdrucksstark spielen mit Effekten

Sensor-Piano

Da wir eingangs den Wunsch geäußert haben, unseren Gefühlen umfassend Ausdruck verleihen zu wollen, brauchen wir auf den Tasten unseres BestPianos für die Erfassung der Fingerbewegungen auf den Tastenoberflächen Sensoren. Damit sowie mit der Schnittstelle MPE (Multidimensional Polyphonic Expression) wird das in der Ausdrucksform variable vielstimmige und somit insgesamt noch ausdrucksstärkere Spiel optimiert.

Gibt es das Sensor-Piano schon zu kaufen? Nein, nicht im Zusammenhang mit einem Akustikpiano, sondern nur als Midimasterkeyboard. Aber es gibt die Sensortasten zum nachträglichen Einbau, also als Bausatz!

Transparenz zählt

Transparent-Piano

Unser BestPiano zeigt als Transparent-Piano, was es hat: Das Wunderwerk der Klaviermechanik sowie einen Klangkörper mit Transducern und einer Lautsprecher-Anlage! Transducer und Lautsprecher entsprechen der integrativen Methodik mit dem Ziel der digitalen Klangoptimierung im Vergleich zum akustischen Originalklang, um letztlich auch möglichst hochwertige Hybridklänge erzeugen zu können. Die Transparenz wird entweder durch den kompletten Verzicht der Verkleidung erreicht, wodurch jedoch die Spielgeräusch der Klaviermechanik direkt übertragen werden. Will man diese kaschieren, so gelingt das mittels eines Umbaus, also eine Verkleidung vor allem der Vorderseite, von der die Geräusche des Auftreffens der Klavierhämmer auf den Saiten herkommen. Diese Verkleidung ist dann zu Gunsten der Transparenz aus Plexiglas.

Kann man das Transparent-Piano schon kaufen? Nein. Das Instrument aus dem Video ist ein Unikat. In diesem Fall hat ein Vater einer Klavier spielenden Tochter die Eigeninitiative ergriffen. Das gleiche empfehle ich Ihnen auch. Sprechen Sie mit jemanden, der mit Plexiglas arbeiten kann. Die Aufgabe ist lösbar!

Inszenierung in passendem Licht

Unser BestPiano ist natürlich ein Highlight. Im Sinne des Wortes verfügt es daher zur Optimierung der Selbstharmonisierung ebenso wie zur Optimierung des äußeren Eindrucks über eine per Fernsteuerung regelbare Farb-LED. So lässt sich die musikalische Stimmung zusätzlich zu Melodie, Rhythmus und Klang durch Licht und Farben in der Wirkung akzentuieren.

Kann man die Lightshow fürs Piano kaufen? Jein. Sie können fernsteuerbare LEDs kaufen und in Ihr Transparentpiano einbauen. Doch wie schon beim Transparentpiano und vielen weiteren Wünschen gilt auch hier, dass Sie initiativ werden müssen!

Steuerung per Tablet

Um die digitalen Möglichkeiten meines BestPianos möglichst komfortabel steuern zu können, sowie unsere musikalischen Ideen aufzeichnen, speichern und bearbeiten zu können, können wir mittels Schwenkarm ein Tablet anbringen.

In dem folgenden Video sehen Sie die Lösung eines Schwenkarms für Tablet oder auch fürs Buch von einem kreativen Menschen. Es scheint sich um eine Eigenentwicklung zu handeln. Der Vorteil dieses Anschauungsbeispiels liegt also darin, dass es hier um keine Werbung für ein bestimmtes Produkt geht. Sie sollen nur sehen, um wie viel flexibler man mit einem Schwenkarm ist.

Ha, aber den Schwenkarm fürs Tablet kann man schon kaufen, oder? Ja! Begeben Sie sich auf die Suche im Internet. Gerne veröffentliche ich Ihre Erfahrung, wenn Sie mir darüber berichten.

Beste Klaviermechanik im BestPiano

Beste Spieltechnik

Zum Ausreizen der spieltechnischen Möglichkeiten unseres Instruments spendieren wir dem BestPiano die beste aller Klaviermechaniken, nämlich die Vertikale Repetitionsmechanik von Fandrich, die die gleiche Leistung wie am Flügel hinsichtlich der Anschlagsschnelligkeit ermöglicht. Das ist die einzige Mechanik, die den Namen der Repetitionsmechanik verdient, da sie einen zum Flügel identischen Mechanismus enthält.

Bestimmt kann man die Repetitionsmechanik fürs Klavier kaufen! An wen muss man sich wenden und wie hoch ist der Preis? Es scheint unbegreiflich. Aber ich kann Ihnen keine Kontaktadresse und keinen Preis nennen. Nicht einmal der Hersteller Fandrich bemüht sich, den Bekanntheitsgrad seiner bereits 25 Jahren alten Erfindung zu steigern. Warum das so ist? Nun letztlich haben weder Klavierhersteller noch Händler ein Interesse daran, dass Klavierspieler das beste nur mögliche Musikwerkzeug bekommen. Denn in der Konsequenz würde ein Klavier mit der Leistung eines Flügels das einzigartige Geschäftsmodell des Flügels angreifen. Der Flügel, Sie wissen schon, das ist dieser riesige Kasten, der in keine Wohnung passt, und falls doch dort auf jeden Fall zu laut ist, der genau genommen schon lange nicht mehr zeitgemäß ist - außer auf einer Bühne im klassischen Klavierkonzert. Ach ja, und er kostet ein Vermögen. Dementsprechend hoch sind bei bei den Herstellern und Händlern die Gewinnspannen. Warum sollte man sich aus deren Sicht darum bemühen, diese wunderbare Geschäftmodell, das nur allzu häufig die Eltern von auch nur halbwegs talentierten Klavier spielenden Kindern an die Grenzen ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit bringt, anzugreifen? Völliger Blödsinn. Nein. Über diese Top-Mechanik wird einfach nicht gesprochen... außer in den Blogs und Homepages der Klavierstimmerei Praeludio, die sich nämlich als Partner der Klavierspieler versteht!

Pianopedal mit Flügelqualität

Ein Moderator, also ein Filztuch vor den Saiten für das dauerhaft leisere Spiel, macht für unser BestPiano nicht wirklich Sinn, vor allem da er meist eine qualitative Einschränkung des Spielgefühls mit sich bringt. Besser und somit ganz im Sinne von Best ist die Rückkehr beim Pianopedal zu der Lösung, wie sie schon seit langem nur noch im Flügel eingebaut wird, nämlich die seitliche Verschiebung der Mechanik. Zwar erreicht man damit in einem Una Corda Piano keinen zusätzlichen Una Corda Effekt, da ja keine weitere Reduzierung der Saitenanzahl möglich ist. Aber man kann die Klavierhämmer auf der Seite der Verschiebung weicher intonieren (stechen), so dass man darüber eine Veränderung des Klangs sowie der Lautstärke erreicht, die dem Spieler mit einem sensiblen Pianissimo eine weitere funktionelle Abstufung der Ausdrucksmöglichkeiten über die Variation der Lautstärke bieten.

In dem folgenden Video sehen und hören Sie ein Klavier aus der Zeit vor 1893. Bis circa 1911 wurden noch Klaviere gebaut, die wie heute im Flügel für das Pianopedal eine seitliche Mechanikverschiebung hatten. Leider hört man den Unterschied nicht so deutlich, da es sich um ein Instrument mit nahezu historischen Konstruktionsmerkmalen handelt: Es ist noch ein Geradsaiter mit Oberdämpfung, dessen Hammerfilze qualitativ noch nicht hochwertig waren, und nach über 120 Jahren... Achten Sie daher einfach auf die sichtbare seitliche Verschiebung der Mechanik!

Jetzt trauen wir uns schon gar nicht zu fragen: Gibt es Klavier mit einer Verschiebung der Mechanik beim Pianopedal? Meines Wissens nach nur noch existierende alte Pianos, aber keine neuen Klaviere. Diese Geschichte um das in der Wirkung kaum wahrnehmbare Pianopedal des Klaviers ist meiner Ansicht eine besonders traurige. Denn sie zeigt, wie das Verhältnis von Klavierherstellern und Klavierspielern ist: Seit über 100 Jahren bereits stört das nicht funktionierende Pianopedal keinen einzigen Klavierhersteller. Dabei sieht man es 98 Prozent aller Klaviere an, wenn man die Pedale bewusst betrachtet. Das rechte Pedal ist poliert oder bei älteren Klavieren regelrecht abgetreten. Das linke Pedal ist dagegen stumpf, sichtbar unbenutzt. An der Stelle sage ich gerne: Wir waren zwar inzwischen auf dem Mond... und wir planen nicht nur den Mars in eine Erde umzubauen, sondern wir werden das auch erreichen. Nur das Pianopedal im Klavier wird dann vermutlich immer noch nicht...

Prosument

Fassen wir zusammen: Wenn Sie Ihrem BestPiano noch in diesem Leben begegnen wollen, bleibt Ihnen gar nichts anderes übrig, als die Eigeninitiative zu ergreifen. Ja, genau Sie sind das flexible Unternehmen, Sie können das leisten, was Ihnen die Industrie verweigert. Um die Industrie in Bewegung zu bringen, werden aus Konsumenten Prosumenten, die ihrem Anspruch entsprechend initiativ und somit zu Produzenten werden. Noch sind die Preise von gebrauchten Akustikpianos günstig. Legen Sie sich eines zu und fangen Sie an!

Das BestPiano als Kreativspielplatz

Gamification

Wer bereits mehr von meinen Homepages und Blogs gelesen hat, der weiß, dass ich für eine Pädagogik plädiere, die den Kernsatz realisiert, über den wir letztlich alle zum Klavier gekommen sind:

Klavier spielen.

Der kurze Satz enthält keine besonderen Auffälligkeiten. Das ist das Hinterhältige daran. Denn unterbewusst wirkt auf uns das Wort spielen ungemein attraktiv und anziehend. Doch wie wir nun alle wissen, hat kaum jemand von uns das Spielen am Klavier gelernt. Wir können eben nicht spontan unsere Stimmung in eigenen musikalischen Sequenzen ausdrücken, können keine eigenen Stücke komponieren oder Improvisierend mit anderen in einen musikalischen Dialog treten. Stattdessen können wir ein paar Werke anderer Komponisten reproduzieren, indem man uns vermittelte, wie man Klavier erfolgreich arbeitet. Diese Einstellung war um 1900 noch durchaus sinnvoll, da man uns als Maschinenbediener brauchte. Im 21. Jahrhundert benötigen wir dagegen Menschen mit einem gigantischen Kreativitätspotenzial zum Lösen all der von uns selbst geschaffenen Probleme. Gefragt sind völlig andere Kompetenzen, die man bitte auch über die Musikerziehung vermittelt. Das ist aber nicht der Fall. Wer davon spricht, dass er mehr üben müsse, der meint Disziplin, Regelmäßigkeit, Planbarkeit,... im Verständnis von Arbeit und fatalerweise haben wir dabei die Vorstellung von einem Selbst-Automatisierungs-Prozess. Der war aber für uns Menschen noch nie angemessen, da unsere wahren Stärken in einem Bereich liegen, den man messtechnisch nur schwer erfassen kann: Emotion und Empathie. Die Industrie ist längst zu der Einsicht gekommen, dass Menschen für die Automatisierung ungeeignet, da im Vergleich zu den heute möglichen Standards der Maschinen zu ungenau und zu teuer sind. Folglich werden alle Kräfte auf die Robotik, Künstliche Intelligenz sowie die Automatisierung konzentriert. Unterwerfe ich mich einem Selbst-Automatisierungs-Prozess mit dem Ziel der Fehlerlosigkeit in der Reproduktion technisch höchst anspruchsvoller Werke, dann bin ich beim so genannten Üben entsprechend gestimmt - als wäre ich nämlich eine zur Empathie unfähige Maschine, was ich aber glücklicherweise nicht bin. Diese Haltung ist das genaue Gegenteil der Lust am Spielen, das von Freude und Spaß geprägt ist. Im Rückblick bemerken wir, dass diese Spiele von scheinbar zufälligen Ergebnissen positiv begleitet werden. Daher diskutiert man aktuell den Begriff der Spielifizierung, auch bekannt als Gamification, um damit sowohl unsere Arbeitswelt als auch das Lernen positiver, und das heißt natürlich, im Ergebnis effizienter gestalten zu können. Dabei steckt gerade in dem Lust-Charakter des Spiels der Stoff des natürlichen und somit effizienten Lernens, nämlich Begeisterung. Enthusiamus setzt im Gehirn genau die Prozesse frei, die zu nachhaltigem Lernen führen. Wenn wir Erwachsene uns gegen das Lernen wehren, indem wir darauf verweisen, dass das Gehirn der Kinder deswegen so lernfähig sei, da es im Gegensatz zum erwachsenen Gehirn plastischer ist, so trifft das nicht den wesentlichen Punkt. Kinder lernen so leicht und so viel, da sie sich für so vieles begeistern können! Begeisterung ist aus biochemischer Sicht ein Lern-Katalysator. Das wissen wir und so überrascht es nicht, dass wir schon längst auf der Grundlage dieser Werte aktuelle Entwicklungen einordnen. Denn wir stimmen darin überein, dass wir nach einem Selbst-Automatisierungs-Prozess zwar im Sinne einer Maschine möglicherweise technisch perfekt Werke reproduzieren können, aber wegen der zwangsläufig damit verbundenen Transformation vom Mensch zu einem Maschinenwesen nicht imstande sind, ausdrucksstark da gefühlvoll zu spielen. Das Gefühl, also der menschliche Faktor, macht den qualitativen Unterschied.

Klavierpädagogen mit einem spielerischen Ansatz sind Mangelware und daher Gold wert. Mittlerweile werden auch die Klavierlehrer von der modernen Technik überholt. Denn es gibt Musik-Zusatz-Werkzeuge, die uns einen spielerisch experimentellen Zugang eröffnen. Eine dieser neuen Möglichkeiten ist die Loop-Station. Dieses bereits weit verbreitete Hilfsmittel erlaubt es mir, live eingespielte Sequenzen aufzunehmen und unmittelbar darauf als Endlos-Schleife wieder abspielen zu lassen. Diese Art Kreislauf lässt sich in der Komplexität steigern, wenn ich anschließend wiederum live dazu weitere Sequenzen spielen, aufnehmen und somit in die erste Schleife integrieren kann. Daraus entstehen auf relativ einfachem Weg ganze Werke. Im folgenden präsentiere ich Ihnen drei Video-Beispiele mit jeweils eigenen Geschichten, in denen die Loop-Station eine wesentliche Rolle spielt.

Martin O - Deutscher Kleinkunstpreis 2012

In dem ersten Video stellt Ihnen Martin O seine ganz besondere Loop-Station vor. Für dieses Kunstwerk erhielt er 2012 den Deutschen Kleinkunstpreis in der Sparte Chanson / Musik / Lied.

Heen-Wah Wai am Seaboard und der Boss-Loop-Station RC 505

Im zweiten Video erleben Sie, wie der Musiker Heen-Wah Wai auf dem Seaboard Schritt für Schritt ein immer komplexeres Werk entstehen lässt. Das Seaboard ist einer der neuen MIDI-Controller, die auf einer mit Sensoren bestückten Bedienoberfläche ein mehrdimensionales Spiel ermöglichen. Heen-Wah Wai verändert bei jedem Loop das Instrumenten-Preset auf dem Laptop. Und je nach Fortschritt im Stück schaltet er auf der Loop-Station bestimmte Spuren ab oder an. Auf den Fadern und dem Cross-Fader auf der linken Saite der KeyWaves auf dem Seaboard initiiert er zusätzliche Effekte.

Jacob Collier - die Ein-Mann-Band

Im dritten Beispielvideo erleben Sie Jacob Collier. Der 2017 gerade einmal 22 Jahre junge Mann ist Multi-Instrumentalist. Seine Mutter ist Musikerin, aber es heißt, er hätte sich alle Instrumente selbst beigebracht. Er wurde von Quincy Jones entdeckt und danach von ihm und weiteren Größen des Jazz aktiv unterstützt. Jacob Collier wurde schon vor seiner ersten CD berühmt als Youtube-Star. Denn er spielt Videos nicht nur auf mehreren Instrumenten in seinem Musikwohnzimmer ein, sondern bearbeitet diese anspruchsvollen Musikvideos auch selbst. Inzwischen ist er auf einer längeren Tournee, die er als Einzelmusiker bestreitet, der eine qualitativ hochwertige Band repräsentiert. Der Schlüssel zu dieser Leistung ist neben der Fähigkeit als Multi-Instrumentalist natürlich eine Loop-Station. Und das bedeutet: Er beherrscht nicht nur das traditionelle Handwerk des Instrumentalisten und Sängers sondern auch den zeitgemäßen Umgang mit den modernen Medien in jeglicher Form.

Anmerkung: Das nächste Video zeigt von allen mir bekannten Videos am besten, wie ich Jacob Collier sehe. Aber es hat einen Fehler, nämlich eine Einblendung in Form eines Links, der rechts oben im Fenster störend positioniert ist. Diesen Link kann man wegklicken. Wenn man mit der Maus über das weiße Rechteck fährt, dann taucht auf der linken Seite des Rechtecks in X auf, das man anklicken kann. Dann ist der Inhalt des Rechtecks weg, aber der Rahmen ist noch da. Daher muss man ein zweites Mal mit der Maus darüber fahren, das X an der gleichen Stelle suchen und anklicken. Erst jetzt kann man das Video störungsfrei sehen. Leider ist das Wegklicken nicht möglich, wenn ich das Video hier direkt einbinde. Daher ist das folgende Bild ein Link zum Video bei Youtube. Es zeigt Jacob Collier live in seinem Musik-Wohnzimmer im Kreis von geladenen Freunden:

Jacob Collier live in seinem Musik-Wohnzimmer

Kann man den Kreativspielplatz zum Piano kaufen? Ja, die einzelnen Elemente wie in unserem Fall eine Loop-Station kann man zum Beispiel über den Händler Rock-Shop kaufen. Doch es gibt hinsichtlich der Loop-Stations eine reiche Auswahl (Hardware, Software) und es lohnt sich, wenn man sich erst einmal grundsätzlich über das Thema, die Hersteller, und vor allen meine besonderen Bedingungen im Abgleich mit den Leistungen der Produkte informiert. Einen Einstieg zur Information bietet die Seite über Loop-Stations bei Wikipedia.

Spielen mit einer ganz besonders flexiblen Hausband

Band-in-a-Box

Ein weiteres zeitgemäßes Hilfsmittel ist die Software Band-in-a-Box. Diesen Tipp habe ich von einem Kunden erhalten, der gerne Jazz spielt. Er erzählte mir, dass das Programm für Jazzer eine Art Standardwerkzeug ist, um über diesen ganz besonderen Software-Baukasten das Improvisieren zu üben. Wer die alte Kunst des Improvisierens noch nicht kann, der bekommt über diesen spielerisch-ganzheitlichen Weg die Gelegenheit, es kennen zu lernen, damit spielerisch Erfahrung sammeln zu können. Man kann sich über diese Software sowohl eine Band in einer bestimmten Zusammensetzung als auch die Stilrichtung auswählen. Das Programm kann kurze Sequenzen komponieren, um diese als Schleife abzuspielen, über deren Inhalte man improvisieren kann, so lange und so frei man gerne möchte.

Bei dem folgenden Video hatte ich besonderes Glück. Denn der Autor berichtet nicht nur über das Programm Band-in-a-Box, sondern darüber hinaus erfahren wir etwas über kritische Aspekte der so genannten DAWs (Digital Audio Workstation). Der Autor kritisiert konstruktiv. Das heißt, er geht den nächsten Schritt, indem er zeigt, wie man das Problem löst. Zum Beispiel will er in seinen weiteren Tutorials zeigen, wie man Band-in-a-Box mit einer DAW kombiniert. Das verspricht spannend zu werden, auch wenn dieses Tutorial schon vom Januar dieses Jahres stammt und seitdem leider noch kein neues Tutorial erschienen ist. Hoffen wir einfach mal auf eine Fortsetzung und geben dem Autor am besten ein positives Feedback!

Nimmt man seine Improvisations-Versuche zusätzlich auf und hört sich das Ergebnis an, so erhält man eine Rückmeldung und bedient somit ganz im Sinne einer Schleife einen kybernetischen Regelkreis, den man Lernen nennt. Lernen ist laut Definition ein selbstreferenzieller Prozess. Das heißt, wir müssen uns lediglich eine Referenz unseres Tuns als Rückmeldung anbieten, um einen Lernprozess auszulösen. Mit anderen Worten: Durch die Kombination von aktivem Handeln und passiven Hören optimieren wir ein Lernen ganz ohne externe Vorbilder. Wir sind unser eigenes Vorbild, unsere eigene Referenz, an der wir ganz nach unseren Möglichkeiten wachsen können. Dieser Selbst-Lern-Prozess wird möglich, wenn ich mich selbst aufzeichne und mir das Ergebnis im Sinne einer Rückmeldung, Feedback oder Referenz ansehe beziehungsweise anhöre.

Kann man Band-in-a-Box kaufen? Ja, Sie finden alle Informationen zu dem Software-Programm Band-in-a-Box beim Hersteller PG Music Inc. aus Kanada. Zusätzlich finden Sie aufschlussreiche Antworten auf Fragen wie zum Beispiel Für wen ist Band-in-a-Box? oder Was ist Band-in-a-Box? beim deutschen Vertrieb M3C Systemtechnik GmbH.

Impressum

Profil: Praeludio® ist in Bayern der überregionale Ansprechpartner für Ihre gute Stimmung mit der über 10 Jahre selbst entwickelten Hybridstimmtechnik primaTEK© sowie mit Angeboten, die die Grenzen des herkömmlichen Klavierservice überschreiten, wenn Sie zum Beispiel das Selberstimmen Ihres Klaviers oder Flügels lernen wollen!

Praeludio e.K.

Richard-Wagner-Straße 25

95444 Bayreuth

Gebührenfrei anrufen: 0800 - 77 235 83

E-Mail: pr@eludio.de

Internet: www.praeludio.de

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